Franz Kerschbaum #9

Astronom

Wien (A)

Teil 1
Teil 2: Der Traum

Bei einer spontanen Eröffnungsansprache vor vielen Jahren spannte Prof. Dr. Kerschbaum als „Hausherr“ der Sternwarte den Bogen vom Universum zur Entwicklung des Menschen durch Raum und Zeit. Die große inhaltliche Tiefe und Leichtigkeit gepaart mit sprachlicher Gewandtheit zogen Rainer in ihren Bann. So sehr, dass es ihm schwer fiel, anschließend sein eigenes Referat zu halten. Rainers Gedanken bewegten sich weiter in den faszinierenden Geschichten, denen er allzu gerne länger gelauscht hätte. Naturwissenschaft und Träumen, geht das zusammen?

geb. 1963 in Zwettl

Franz Kerschbaums Arbeitsschwerpunkte sind Spätstadien der Sternentwicklung, Astronomische Instrumentation und Wissenschaftsgeschichte. Letztere gibt dem Naturwissenschaftler die Möglichkeit, die Astronomie interdisziplinär mit Philosophie, Kunst oder Theologie in einen weiteren Kontext zu stellen.

Auch in seinen regelmäßigen Radiobeiträgen und der populärwissenschaftlichen Vortragstätigkeit ist für ihn zentral, der breiten Bevölkerung Abstraktes verständlich und erfahrbar zu machen, indem sich seine eigene Faszination überträgt.

Franz Kerschbaum hat an der Universität Wien Astronomie und Physik studiert. Forschungsaufenthalte brachten ihn nach Spanien, Frankreich, Schweden und Chile. Seit 2001 ist er Universitätsprofessor am Institut für Astrophysik, das er 2009-2011 leitete. Der Vater zweier Söhne spielt Saxophon, fotografiert und ist Mitglied in einer Theatergruppe.

Foto: Karl Leitner

http://homepage.univie.ac.at/franz.kerschbaum/

Ein verschlossenes Tor? Gib es doch gar nicht. Dort, wo einige Wochen zuvor, bei der Besichtigung des möglichen Drehortes noch ein häufig befahrener Weg und ein stets geöffnetes Tor zu finden war, parkte ein Auto VOR der Einfahrt. Das Tor war scheinbar seit längerem nicht mehr in Gebrauch gewesen, denn Bewuchs würde eine Einfahrt verhindern. Wie kann das sein? Ein Riss im Raum/Zeit Kontinuum?

Die Antwort war einfacher. Das Areal hat zwei nahezu gleich aussehende Eck-Einfahrten und das Navi hatte uns zur Postadresse geschickt. Aber wir ließen uns auch nach einige „Ehrenrunden“ nicht entmutigen. Aber dann! Beindruckend! Das schlägt sich natürlich in den Zahlen nieder:

67 Größe der Linse in cm
4 Gewicht des Refraktors in Tonnen
11 Länge des Fernrohres in Metern
68 KM Anreise
3 Einfahrtsversuche (peinlich – 3 Runden um das Areal…)
1 Mitarbeiterin des Astronomischen Instituts, die unseren Aufbau mit der endgültigen Invasion von Flüchtlingen verwechselte
240 Modellnummer des Volvo, mit dem wir diesmal unterwegs waren
Genau 1 Zahl der Versuche um durch einen matschigen engen Weg zum Drehort zu gelangen
3 Personen – die Premiere von Marion als Setfotografin!

Zusammen also genau ehrliche: 398

X